Kabel-Zugentlastungen für Lampen – unverzichtbar für Sicherheit im Lampenbau
Zugentlastungen gehören zu den wichtigsten Bauteilen im Lampen- und Leuchtenbau – und werden im privaten DIY-Bereich dennoch häufig vergessen. Ob Textilkabel-Pendel, Tischlampe oder Deckenleuchte: Ohne fachgerecht montierten Zugentlaster besteht die Gefahr, dass stromführende Adern aus der Fassung gezogen werden. Kurzschluss, Kabelbrand oder Stromschlag können die Folge sein.
Zugentlastungen sind auch bekannt als:
- Zugentlaster
- Klemmnippel
- Kabelaufhängung
- Kabelzugentlastung
Sie sollten auf jeder Einkaufsliste direkt hinter der Lampenfassung stehen.
Warum eine Zugentlastung zwingend notwendig ist
Beim Wechsel eines Leuchtmittels oder bei Zugbelastung darf sich das Elektrokabel nicht aus der Fassung lösen. Eine korrekt montierte Zugentlastung:
- verhindert Herausziehen des Kabels
- schützt vor Kurzschluss
- reduziert Brandgefahr
- erhöht die Lebensdauer der Lampe
- sorgt für mechanische Stabilität
Bilder von Pendelleuchten ohne Zugentlaster sind nicht nur fachlich falsch – sie sind gefährlich.
Zugentlaster mit Außengewinde
Diese Variante wird direkt in das Innengewinde einer Lampenfassung oder auf ein Gewinderohr geschraubt.

Gewindegrößen
- M10x1 Feingewinde – Standard bei E14- und E27-Fassungen (99,9 % aller Modelle)
- M13x1 Gewinde – häufig bei alten Industrie-, Hallen- oder Stalllampen
Kabeldurchmesser
- M10x1: bis ca. 6,8 mm Außendurchmesser
- M13x1: bis ca. 8,5 mm Außendurchmesser
Bei Textilkabeln mit integriertem Stahlseil (z. B. 3×1,0 mm²) wird meist ein M13x1 Zugentlaster benötigt.
Wichtig:
Die Gewindegröße muss immer exakt dem Innengewinde der eingepressten Sechskantmutter entsprechen.
Sicherheitsvorgaben
- Die seitliche Madenschraube darf nicht aus Metall bestehen.
- Metall-Zugentlaster dürfen nur mit 3-adrigem Kabel inklusive Schutzleiter verwendet werden.
- Der Schutzleiter verhindert bei eventueller Beschädigung des Kabels gefährliche Berührungsspannung.
Gerade in Altbauwohnungen ohne FI-Schutzschalter ist dies besonders wichtig.
Metall-Zugentlaster sind hochwertiger und langlebiger, Kunststoff-Zugentlaster sind kostengünstiger und funktional.
Zugentlaster mit Innengewinde
Diese Variante wird in Kombination mit einem Gewinderohr eingesetzt.

Vorteil:
Die Länge des Gewinderohrs kann individuell gewählt werden – ideal bei unterschiedlichen Materialstärken von Holz, Metall oder Glasplatten.
Typische Anwendungsbeispiele
Variante 1 – Montage durch Platte oder Blech

- Oberseite: Zugentlaster
- Durchgang: Gewinderohr
- Unterseite: Lampenfassung
- Fixierung mit Fächerscheibe und Sechskantmutter
Ideal für DIY-Deckenleuchten oder Designprojekte.
Variante 2 – Hängendes Textilkabel-Pendel
Bei Pendelleuchten mit E14- oder E27-Fassung (z. B. Astlampen) ist ein Zugentlaster zwingend erforderlich, um das Herausreißen der Adern zu verhindern.

Variante 3 – Tisch- oder Stehlampe
Das Kabel wird seitlich aus dem Lampenfuß geführt. Außen sitzt der Zugentlaster, innen wird mit Fächerscheibe und Mutter gesichert.


Weitere Anwendungsbereiche
- Restaurierung antiker Leuchten
- Nachrüstung bei Vintage-Lampen
- Industrielampen-Neuverkabelung
- Gastronomie- und Ladenbau-Projekte
- Messe- und Dekorationsbeleuchtung
- Pendelleuchten mit schweren Glasschirmen
- Stahlseil-Aufhängungen
- Sonderanfertigungen im Möbelbau
Fachgerechte Montage ist entscheidend
Bei allen Arbeiten an elektrischen Komponenten muss ausreichende Fachkenntnis vorhanden sein, um Kurzschlüsse, Brände oder Personenschäden zu vermeiden.
Beratung & Sortiment
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Eiffestraße 598
20537 Hamburg-Hamm
Telefon: 040 – 653 00 81
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Wir beraten Sie gerne persönlich zu Ihrem Lampenbau-Projekt.

